Geschichte der Gaststätte “Zum weißen Schwan”





Die Gaststätte „Zum weißen Schwan“ stellt ein Gebäude mit historischer Bedeutung dar.

Man geht davon aus, dass sich im 12. und 13. Jahrhundert im Kern des heutigen Forschengereuths mainfränkische Siedler niederließen und einzelne, kleine Rodungen in dem damals sehr dichten Wald vornahmen. Aufgrund der Eisenerzvorkommen rund um den Mühlberg entwickelte sich im Mittelalter eine eisenverarbeitende Industrie, unter anderem durch ein am Fluss „Effelder“ mit Wasserkraft betriebenes Eisenhammerwerks. Zu diesem Hammerwerk gehörte ein Gut, auf dessen Grundmauern das Wirtshaus noch heute steht. Dieses wird im Jahre 1568 vom Hammerwerk durch Erbschaft getrennt.

Ein schon im Jahre 1162 erwähnter Handelsweg von Coburg nach Erfurt führte direkt an diesem Gut vorbei. Damals wurden Ochsen, die für den Transport des Erzes aus den Bergen genutzt wurden, vor die Karren der Händler gespannt, die die steilen Hänge des Mühlbergs überwinden mussten. So wurden Pferde und Kutscher geschont. Auf dem Fellberg endete diese Dienstleistung.

1614 wurde es erstmals als Wirtshaus mit Schankrecht urkundlich erwähnt. Es ist aber davon auszugehen, dass dies bereits viel früher bestand. Zu damaliger Zeit war es nicht üblich, Schankrechte schriftlich festzuhalten.

So wird auch berichtet, dass Herzog Johann Casimir von Coburg zu Beginn des 17. Jahrhunderts wiederholt hier verweilte, wenn er zur Jagd in diese Gegend kam.

Seit unser Uhrahn Georg Bauer 1890 dieses Wirtshaus erwarb, sind wir nun bereits in der 4. und 5. Generation bemüht, diese Tradition aufrecht zu erhalten und Sie mit unserem typischen, urig-rustikalen Stil zu bewirten.


Kleine Chronik von Kreisheimatpfleger Thomas Schwämmlein, 2004


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